Über uns

  Vom Verhältnis zwischen Mensch und Tier

 

„Wer bist du?“ sagte der kleine Prinz. „Ich bin ein Fuchs“, sagte der Fuchs.

„Komm und spiel mit mir“, schlug ihm der kleine Prinz vor. „Ich kann nicht mit dir spielen“ sagte der Fuchs „ich bin noch nicht gezähmt!“ „Ah, Verzeihung!“ sagte der kleine Prinz.

Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: “Was bedeutet das: zähmen?“ „Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache“ sagte der Fuchs. „Es bedeutet, sich vertraut machen.“ „Vertraut machen?“ „Gewiss“, sagte der Fuchs.

„Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt…“

„Ich beginne zu verstehen“ sagte der kleine Prinz.

Zitat aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry

 

 

Die Verantwortung, die dem Menschen gegenüber der Natur in die Hände gelegt worden ist, gerät seit einigen Jahrzehnten zunehmends in Vergessenheit. Intensive Massentierhaltung, Genmanipulation an Tier und Pflanze und Verseuchung unserer Umwelt mit synthetischen Mitteln sind nur wenige stumme Zeugen des Verfalls an Moral und Ethik.

 

Wir auf dem Krapfengut erhalten daher zur Eigenversorgung alte Nutztierrassen, welche durch Industrierassen verdrängt werden und dadurch massiv bedroht sind. Bei alten Mehrnutzungsrassen ist dabei auch kein Tier „überflüssig“, so wie es in der konventionellen Legehennen-„Produktion“ noch der Fall ist, die männlichen Küken zu töten, da diese nicht mästbar sind. Entgegen den Hybridformen, welche sich bei Nachzucht aufspalten und auch meist patentrechtlich gesichert sind, ist es unseren Rassen noch möglich, sich selbst zu reproduzieren und dabei die selben Leistungs- und Erscheinungsmerkmale aufzuweisen.

 

Gleiches gilt für den Gartenbau und eine Zeit, in der sich Großkonzerne sogar die Wirkstoffe einer althergebrachten Heilpflanze patentieren lassen wollen und können. Alte Gemüsesorten, welche sich über die Generationen auch an regionale Verhältnisse angepasst haben, gute Erträge und Widerstandsfähigkeit auch ohne synthetische Düngemittel und Pestizide erbringen, werden bei uns angebaut und erhalten.

 

Die Synergien, welche sich bei Gemüsebau und Tierhaltung miteinander ergeben, ergänzen diesen Kreislauf, welchen uns die Natur als solch großes Geschenk gegeben hat.

 

Die Geschichte von Adam und Eva, die aus dem Paradies vertrieben wurden, weil Ihnen nicht genug war, was ihnen gegeben wurde, adaptiert sich in unserer Zeit aufs Neue. Der Mensch und vorallem die Industrie will mehr und mehr, ohne dabei das Gleichgewicht der Natur zu achten.

 

Die Welt verändern können wir alleine nicht. Dennoch möchten wir hier auf dem Krapfengut zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, das Gleichgewicht und die Natur zu schätzen und zu wahren und dabei altes Wissen und Kulturgut zu erhalten.

 

Herzlichst

 

 

Florian und Thomas Wiedmann

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