Saatguterhalt

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten – Natürlich! Da weiß man wo es herkommt.

Doch wissen wir es wirklich?

 

 

Alles fängt beim Saatgut an


 

„Moderne“ Biotechnologien multinationaler Konzerne ermöglichen die Vereinheitlichung des Gemüses, welche sich unsere Politik zur „Unterstützung“ der Marktwirtschaft und zur Wahrung des Wettbewerbs einbildet.

 

Doch nicht nur das Gemüse aus dem Supermarkt, auch ein Großteil des im Handel erhältlichen Saatguts wird unter fragwürdigen Bedigungen und Zielsetzungen unter Einsatz von Mineraldüngern, Pestiziden u.ä. hergestellt. Dies geschieht aufgrund des günstigen Klimas und der niedrigen Löhne meist in Südeuropa, Afrika oder Amerika.

 

Selbst im biologischen Landbau und der Samenproduktion ist ein fragwürdiges Verfahren zulässig. Die Protoplastenfusion. Diese ermöglicht – oder besser gesagt – erzwingt die Verschmelzung zweier Zellen, die unter natürlichen Bedinungen gar nicht möglich wäre. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die von Georg Melchers 1978 „gezüchtete“ Tomoffel, eine Kreuzung aus Tomate und Kartoffel. Seit 1978 hat sich viel getan und so wird die Protoplastenfusion als gängiges Verfahren angewandt, welches das Gemüse resistenter gegen Viren und Pilze machen soll.

 

Sogenannte F1-Hybriden können nicht bzw. nicht sortenecht weitervermehrt werden. Gentechnische Manipulation und Patentierung nehmen zusätzlich der großen Mehrheit der Menschen die Verfügung über Saatgut aus den Händen. Die genannten Verfahren sind für eine reichhaltige und lebendige Ernährung unnötig und schädlich. Sie dienen einzig der Konzentration von Macht.

 

Doch die Entwicklungen sind seit den 70er Jahren drastisch vorangeschritten. Das Verfahren CRISPR/Cas9 ermöglicht es nun, DNA gezielt zu schneiden und anschließend zu verändern. CRISPR funktioniert in nahezu allen lebenden Zellen und Organismen und verspricht somit neue Möglichkeiten bei der Züchtung von Pflanzen und Tieren (und womöglich sogar Menschen). Da dieses Verfahren auf molekularbiologischen Methoden basiert, ist nun ein hitziger Streit entbrannt, ob künftig derartig editierte Pflanzen und Tiere als „gentechnisch verändert“ anzusehen sind oder es einer „natürlichen“ Mutation gleicht.

 

 

Kulturpflanzenvielfalt wahren


 

Doch wo sind die einstigen Züchtungen unserer Vorfahren, welche durch die ständige Nachzucht auch an die regionalen Bedingungen angepasst waren und Resistenzen gegen Witterung und Schädlinge entwickeln konnten?

Diese werden von den großen Konzernen und der Politik verdrängt, weil sie nicht in deren Norm passen.

 

Schlupflöcher in Form sogenannter „Amateursorten“ ermöglichen es derzeit noch, dass Vereine diese Sorten erhalten können. Auch Privatpersonen haben sich dies zur Aufgabe gemacht. So wie wir. In kleinem Umfang werden bei uns diese alten Züchtung kultiviert und vermehrt. Ein kleiner Beitrag, um die Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten zu erhalten.

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Krapfengut

beim Pulvermüller

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