Alpines Steinschaf

 

Das Alpine Steinschaf, das genetisch mit dem neusteinzeitlichen Torfschaf verwandt ist, ist eine der ältesten Schafsrassen und stellt die historische Ausgangsrasse der Schafzucht in den Ostalpen dar. Es war maßgeblich für die Versorgung von Milch, Wolle, Fleisch und Fell.

 

Historie


 

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Alpine Steinschaf in den südöstlichen Alpengebieten Bayerns und in Österreich weit verbreitet. Aufgrund der Rassenbereinigung im dritten Reich wurde das Halten von Alpinen Steinschafen jedoch verboten und der Bestand nahm enorm ab. Später dann – in den 1960er Jahren – stiegen zusätzlich viele Schafhalter auf fleischbetontere Rassen um. Um die Jahrtausendwende nahmen einige Züchter in Bayern und Österreich die Zucht wieder planmäßig auf.

 

 

Eigenschaften

 

Die geländegängigen Kletterer beweisen eine gute Anpassungsfähigkeit, besonders auch für die Alpung in rauen Lagen. Durch die eher grobe Mischwolle trotzen sie auch extremen Witterungsverhältnissen. Die zutraulichen, genügsamen Tiere sind gute Futterverwerter.

 

Außerdem weißt das Alpine Steinschaf eine hohe Fruchtbarkeit auf, so sind Mehrlingsgeburten die Regel. Ihre besonders guten Muttereigenschaften und ursprünglichen Verhaltensweisen bei der Aufzucht von Lämmern bringen zusätzliche Vorteile mit sich.

 

 

Verwendung von Fleisch und Wolle


 

Die Fleischqualität weist bei extensiver Weidehaltung besonders gute Eigenschaften auf. Das Fleisch junger Lämmer ist zart und mager, reifere Lämmer bringen ein marmoriertes Fleisch von bester Qualität.

 

Die guten Eigenschaften der groben Mischwolle lassen sich vor allem für wetterfeste Kleidung gut nutzen.
Handschuhe, Mützen, Socken und auch Loden bringen Schutz vor Wind und Wetter. Die vielseitigen Farbschläge, die beim Alpinen Steinschaf vorkommen, bringen zusätzliche Vielfalt ohne Färbeaufwand. Dennoch lässt sich die Wolle gut färben und auch filzen.

 

 

Bestand und Gefährdung

 

Die GEH (Gesellschaft zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen) führt das Alpine Steinschaf in Klasse 2 (stark gefährdet). Laut dem TGRDEU belief sich der Bestand 2015 auf 856 Muttertiere und 85 Böcke.

 

 

Das Schaf an sich


 

Vor bereits 10.000 Jahren wurden Schafe – vermutlich in Anatolien – domestieziert. Damals noch ohne Wolle, sondern nur behaart, wurde es als Fleischlieferant gehalten. Vor rund 5.000 Jahren begann man damit, es auch auf Wolle zu züchten.

 

Neben Hunden, Rindern und Ziegen sind Schafe somit die ältesten Haustiere.

 

Kontakt

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