Pflanzenportrait

Kürbis ‚Gelber Zentner‘


Mittwoch, 11. Januar 2017





Ein altes Familienfoto hat mich für dieses Jahr auf eine Sorte gebracht, welche für unsere Großeltern und Urgroßeltern der Kübris schlechthin gewesen ist – Der ‚Gelbe Zentner‘.

 

Erwähnt wurde er bereits 1818 von Vilmorin in Frankreich.

Vielseitig verwendbar waren die großen Früchte, die bis zu 12 kg schwer wurden – in einem Saatgutkatalog von 1920 sprach man sogar von 75 bis 100 kg. Kompotte, Chutneys, rohe Salate, Suppen uvm. wurde aus der traditionellen deutschen Sorte bereitet.         

 

Die langrankende Pflanze verfügt über gelb-orange, benetzte Früchte, die ein sehr gutes, festkochendes gelbes Fleisch liefern. Sie sind bis zu vier Monate lagerfähig.

 

 

Kürbisgewächse an sich


 

Kürbisgewächse zählen zur Gattung ‚Cucurbita‘ und weisen rund dreissig Arten auf, wovon hierzulande drei Arten primär angebaut werden: Der Gartenkürbis ‚Cucurbita pepo‘, bekanntester Vertreter ist die Zucchini; der Riesenkürbis ‚Cucurbita maxima‘ , z.B. Hokkaido oder wie hier der Gelbe Zentner; und der Muskatkürbis ‚Cucurbita moschata‘, z.B. die Sorte Butternuss.

 

Während verschiedene Kürbissorten und -arten bereits über Jahrtausende in Süd- und Nordamerika kultiviert wurden, waren Christoph Kolumbus und seine Leute die ersten Europäer die am 3. Dezember 1492 auf Kuba einen Kürbis zu Gesicht bekamen. Da die Gelehrten jener Zeit die Frucht als ‚Cucurbita‘ bezeichneten, nannte Kolumbus die Frucht ‚Cucurbita indica‘, da er damals davon ausging, in Indien gelandet zu sein.

 

Wenige Jahre später war der Kürbis 1506 bereits in einem französischen Gebetsbuch abgebildet. Besonders die Seefahrer waren derart begeistert von den Kürbissen, dass sie die verschiedensten Exemplare aus Amerika mitbrachten, welche dann in europäischen Gärten aufeinander trafen. Eine riesige Vielfalt an Formen und Farben ergaben sich daraufhin durch gezielte oder spontane Kreuzungen in Europa.

 

 

Saatgut für den ‚Gelben Zentner‘ kann über Sativa Rheinau bezogen werden.

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